Computerspiele
Fast zu jedem Film, der in die Kinos kommt, werden zeitgleich die passenden Spiele präsentiert. Auch von vielen beliebten Gesellschaftsspielen findet man mittlerweile die computervisualisierte Version.
Doch was ist das Faszinierende für Kinder und Jugendliche am Computerspielen?
Was spricht dafür: Zum einen dient es als Grundlage für ein gemeinsames Erleben. Jugendliche suchen sich häufig nicht nur Spiele aus, die etwas mit ihrer eigenen Lebenswelt zu tun haben, sondern auch solche, die ihre Freunde spielen. Auf dem Schulhof oder auch im Internet wird sich dann angeregt über das Spielerleben ausgetauscht, wodurch neue Freundesgruppen mit gleichen Interessen entstehen.
Ausserdem dienen Computerspiele oft der Selbstverwirklichung. Gerade zurückhaltende Jugendliche können mithilfe von Computerspielen zeigen, „was in ihnen steckt“ und somit in ihrer Peergroup stärker integriert werden.
Durch Computerspiele können Jugendliche wertvolle Problemlösungsstrategien kennenlernen, die sie später im „echten“ Leben anwenden können.
Viele Fähigkeiten werden durch das Spielen gesteigert, wie zum Beispiel vernetztes Denken, Reaktionsschnelligkeit, Teamfähigkeit und technisches Verständnis.
Was spricht dagegen: Doch natürlich gibt es auch negative Komponenten beim Thema „Computerspiele“. Die Zeit, die fürs Spielen verwendet wird, steigt bei manchen Jugendlichen ins Unermessliche und andere Lebensbereiche wie Freunde oder Schule werden dadurch vernachlässigt. Es ist nicht zu leugnen, dass es bei einigen Spielern zu einer regelrechten „Computerspielsucht“ ausarten kann.
Ausserdem gibt es das Problem der medialen Gewaltdarstellung in Computerspielen.
Medienberichte wollen uns oft glauben lassen, dass häufiges Spielen von gewalthaltigen Inhalten direkt zu aggressivem Verhalten führt, doch dem ist nicht so. Studien haben ergeben, dass sich negative Effekte von Mediengewalt zwar nicht bestreiten lassen, denn es kann durchaus zu einem Aufbau oder einer Stabilisierung gewalttätiger Persönlichkeitsstrukturen kommen, aber es gibt keinen monokausalen Zusammenhang zwischen der Rezeption medialer Gewalt und gewaltätigem Verhalten in der realen Welt. Hierbei spielen noch viele andere Faktoren eine wichtige Rolle, die vor allem das soziale Umfeld des Jugendlichen betreffen.
Was sagt die Wissenschaft?
Hinsichtlich der Offline-Tätigkeiten wird die spielorientierte Computernutzung der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren durch eine eher lernzentrierte Zuwendung abgelöst. Die Jugendlichen Internet-Nutzer weisen eine sehr intensive Nutzungsfrequenz auf. Der Anteil derjenigen, die mehrmals pro Woche und häufiger online sind, ist erneut auf nunmehr 83 % angestiegen (Quelle: JIM 2007). mehr...


